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Wo die Toten wohnen – Jenseitsvorstellungen der Ranen im Spiegel archäologischer Funde

Allerheiligen, Samhain, Halloween, Totensonntag – überall in Europa loderten zu Beginn der dunklen Jahreszeit Lichter für die Toten, wurden Geister gerufen, gebannt oder betrogen. Und die Ranen? Jenes geheimnisvolle Volk, das vom 8. bis ins 12. Jahrhundert auf Rügen lebte – welche Rituale hielten sie zu Ehren ihrer Toten ab?
Die westslawischen Stämme, zu denen auch die Ranen zählen, verbrannten ihre Toten bis zur Christianisierung. Vielleicht, um die Seele endgültig zu befreien. Vielleicht, um sie zu schützen. Vielleicht, aus anderem Grund. Einige Seelen wurden getäuscht: Auf den Grabhügeln standen Miniaturhäuser – Totenhäuser. Als wären die Seelen in ihrem alten Heim. Andere Tote bannte man: In Ralswiek fand man einen Toten, unter zwei Tonnen Steinen begraben, festgenagelt an einer Bohle – ein Gefangener im eigenen Grab.
Welche Rückschlüsse auf die Jenseitsvorstellungen der Ranen lassen sich aus diesen und anderen außergewöhnlichen Bestattungen ziehen – und wo verläuft die Grenze zwischen Glaube, Ritual und archäologischer Realität?

Referent Denny Neumann (Referent Denny Neumann)

Kurstermine 1

Übersicht über alle Kurstermine (1) mit Datum und Ort
Nummer Datum Ort
1 Donnerstag  •  08.10.2026  •  18:30 - 20:00 Uhr Besprechungsraum 210
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