21FS120606 Bilderreise durch die Stralsunder Kunstgeschichte (2)

Beginn Di., 22.06.2021, 17:00 - 18:30 Uhr
Kursgebühr 5,00 €
Dauer 1 x 2
Kursleitung Detlef Witt

Bilderreise durch die Stralsunder Kunstgeschichte
Die Stadt am Sund gehörte zu den führenden Hansestädten an der südlichen Ostseeküste, wovon heute noch die das Stadtbild prägenden großartigen mittelalterlichen Kirchenbauten zeugen. Die St. Nikolai-Kirche zählt zu den frühesten nach französischem Kathedralschema errichteten Backsteinbasiliken im Ostseeraum. Einzigartig ist die überaus reiche Ausstattung der Kirche mit Bildwerken des Mittelalters, der Renaissance und des Barock. Dazu gehören die monumentale Anna-Selbdritt-Gruppe aus Stuck aus dem späten 13. Jahrhundert oder die berühmte Stralsunder "Junge-Madonna"vom Typus der Schönen Madonnen um 1400. Mehrere Altarretabel mit erzählenden Bildprogrammen zeugen von der Blüte spätmittelalterlicher Holzbildhauerei und Tafelmalerei. Dazu kommen Stücke, die sich heute in der Sammlung des Stralsund Museums befinden.
Nach den kriegerischen Auseinandersetzungen des 17. Jahrhunderts schlug sich der Aufschwung im 18. Jahrhundert in einer reichen Neuausstattung der Kirchen nieder. Dazu gehören der Hauptaltar der Nikolaikirche nach Entwürfen des Berliner Schlossbaumeisters und Hofbildhauers Andreas Schlüter und das mächtige barocke Taufgehäuse des Bildhauers Elias Kessler. Stralsunder Ratsherren ließen für ihre Familien in allen drei großen Stralsunder Pfarrkirchen prächtige Erbbegräbnisse errichten. Die Bildprogramme der Schauwände vor den Grüften feiern Tugenden und gemahnen an die Vergänglichkeit.
In den Vorträgen werden Hauptwerke Stralsunder Kunst des Mittelalters und des Barock vorgestellt. Was erzählen die Bilder, wer waren die Künstler, wer die Auftraggeber, und was muss heute für die Erhaltung dieser kostbaren Werke getan werden?
Detlef Witt
freiberuflicher Kunsthistoriker M.A.




Kursort

Vortrags- Raum 1

Tribseer Damm 76
18437 Stralsund

Termine

Datum
22.06.2021
Uhrzeit
17:00 - 18:30 Uhr
Ort
Tribseer Damm 76, VHS HST; Raum 1